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2 Wochen Osterferien … Nur 2 Wochen?
Ich hatte die Zeichen der Zeit verschlafen, in der guten alten Zeit waren es noch drei Wochen gewesen,
muß lange her sein ...
Aber wohin? Während der Planung feierten wir noch Schneerekorde, das mag für den ein oder anderen
Gespanntreiber willkommen sein, mir nicht!
Außerdem sollten die Kinder dabei sein und die unterstützen mein Faible für Wärme ganz ungemein.
Wo war ich denn früher schon mal an Ostern gewesen? Mmmmh, genau, vor einem viertel Jahrhundert war
ich mal in Tunesien unterwegs.
Weitere Erinnerungen wurden zudem von einer relativ kurzen Anreise unterstützt.
800 km sind es aus der Pfalz nach Genua, 22 Std Fährfahrt und man ist in Afrika und spätestens
nach weiteren 500 km in der Wüste. Hier sind Wärme und Sonnenschein so gut wie sicher, also los.
Nicht nur wir sind an die Schulferien gebunden, sondern Ostern im allgemeinen läßt viele einen Urlaub planen,
die Fähre sollte also im voraus gebucht werden. Wegen der Jahreszeit und der Länge der Anfahrt,
die wir in einem knappen Tag hinter uns bringen mußten, packten wir wieder einmal die Gespanne
auf unseren Anhänger und fuhren Freitag Nachmittag los. Am frühen Morgen kamen wir dann in Genua an
und während die Kinder im Auto schliefen, packten meine ebenso wie ich Motorrad- und Gespannbegeisterte
Frau und ich unsere Isomatten und Schlafsäcke aus und nutzten die kurze Zeit bis zum Morgengrauen
um noch etwas zu schlafen.
Nach dem Frühstück ging es dann daran die Gespanne reisefertig zu beladen und PKW samt Anhänger
in die hinterste Ecke des Campingplatzes zu bugsieren, wo sie für die nächsten 2 Wochen stehen bleiben konnten.
Auf dem Weg zur Fähre noch einen kurzen Snack und dann war Warten angesagt.
Warten darauf, daß die gerade erst eingelaufenen Fähre ihre Fracht los wurde und wir dann endlich
meterweise dem Schiff näher kamen.
Knapp 4 Stunden brauchte das Chaos und man hatte genügend Zeit, schon die ein oder andere
Reisbekanntschaft zu schließen. Vor allem für die Kinder war es recht langweilig/nervig/...
Aber es sollte einmalig bleiben und so würde auch diese Zeremonie bald vergessen sein.
Die Zeit auf dem Schiff verging viel zu schnell und schon kurz nach dem Frühstück am nächsten Morgen
mußten wir unsere Kabine räumen, um kurz danach die Gespanne zu besteigen und tunesischen Boden unter
die Räder zu bekommen.
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Wir waren überrascht feststellen zu müssen, dass unsere Großen mit ihren 7 und fast 9 Jahren mittlerweile
ebenso lange Fahrtstrecken bewältigen konnten wie wir. Wir genossen den Abend vor dem Zelt und auch
von innen konnten wir noch lange den Gesprächen unserer Kinder lauschen, die wir geflissentlich überhörten,
es war Urlaub und alles aufregend neu ...
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Dann stand unsere erste Pistenfahrt an. So, wie ich mir schon mal für mein GPS eine Karte für einen Teil
Rumäniens zurechtgebastelt hatte, fand ich einen ebenso Verrückten im Internet, der sich diese Mühe für
Tunesien gemacht hatte. Anhand meiner Erinnerung von früher, Beschreibungen aus diversen Reiseführern
und natürlich den Berichten im Internet inkl. GPS Punkten und Routen hatte ich für die folgende Zeit
eine Menge Routen abseits der geteerten Straßen im Süden Tunesiens geplant. Nichts mußte sein,
Alternativen und Ruhetage waren allein der Kinder wegen immer vorgesehen.
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Unser erstes Ziel hieß Rommelpiste.
Wir gingen seinen Rückzugsweg durch die letzten Ausläufer des Sahara Atlas allerdings von der anderen,
der südlichen Seite aus an. Vom Chott El Gharsa aus suchten und fanden wir den Pisteneinstieg und
hielten mehr oder weniger zielstrebig aufs Gebirge zu. Dank der vorhandenen Koordinaten genossen
wir den losen Untergrund und hatten unseren Spaß daran. Langsam zeichnet sich das Gebirge immer
deutlicher ab und an seinen Ausläufern entdecken wir kleine Oasen.
Während des serpentinenartigen Aufstiegs haben wir immer wieder beindruckende Einsichten in die Schluchten
und über das Chott.
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Von Redeyef aus fuhren wir dann wieder geteert nach Tamerza. Zuerst galt es ein wenig
in der alten Bergsiedlung auf Entdeckungstour zu gehen, bevor dann die Kinder sich am unterhalb vom Ort
gelegenen Wasserfall mal wieder austoben konnten.
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Den Rückweg mussten wir unserem Sohn zuliebe noch mal
querfeldein nehmen.
Hatte er doch gerade vor den Ferien mit ein paar Klassenkameraden den Film Starwars gesehen und
wußte das hier noch einige Kulissen zwischen hohen Dünen zu sehen sind.
Auch für uns war es interessant, konnten wir hier doch zum ersten mal testen was mit den Gespannen
in den Dünen möglich ist, oder eben nicht.
Wählt man seine Spur neben der PKW Spur hat man den Vorteil auf etwas festerem Sand zu fahren und
man liegt beim Eingraben nicht gleich mit dem Gespann auf, denn die Fahrinnen der PKWs nehmen einem
vorab schon eine Menge Bodenfreiheit weg. Gesagt getan, ich kam oben an, aber nicht mehr weiter.
Ich habe keine Ahnung mehr ob mich der Mut verlassen hat, oder ich nur mal die Aussicht genießen wollte,
das Hinterrad war tiefstmöglich eingegraben, mit schieben ging auf jedenfall nichts mehr.
Während ich mich noch verfluchte eine Sandschaufel nur als sinnvolles 4x4 Werkzeug angesehen zu haben
kam schon der erste nette Souvenirverkäufer und meinte nur: Rausheben…
Rausheben?! Hat der überhaupt eine Ahnung was mein Heavy-Metal-Kampfendurogespann wiegt?
Ich buddelte weiter, basta!
Es half aber alles nichts. Als sich dann noch ein zweiter Verkäufer mit derselben Bemerkung
dazugesellte gab ich klein bei ... und siehe da, die Jungs hatten recht!
Während des hochhebens vom Motorradheck rutschte sofort Sand nach und die Maschine stand wieder oben auf.
Mit etwas Schiebung ging es dann auch wieder weiter, ich meine runter, von der Düne.
Meine Frau hatte die Dünenfahrt übrigens direkt richtig in Angriff genommen.
Sie blieb erst kurz nach dem höchsten Punkt stehen um zu helfen und benötigte jetzt nur einen
kleinen Schubs um wieder in Fahrt zu kommen. Erzählt hatte ich ihr von der korrekten Technik bis dato
noch nichts, aber so langsam beginne ich zu verstehen was weibliche Intuition bedeuted ...
Man hätte jetzt noch spekulieren können um wieviel einfacher das Dünenfahren bei abgelassenem Luftdruck
funktioniert, aber wir waren auch so mächtig stolz diese 10-15m hohe Düne geschafft zu haben und
wußten andererseits das die Grenze längerer Dünenfahrten bei nur 2 Erwachsenen in 2 Gespannen
sehr eng gesteckt sind. Zu schnell werden die Arme lahm vom herauswuchten des Gespannes
wenn es sich eingegraben hat, aber dazu später mehr.
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Nach einem Feld voller skuriler Sandformationen kamen wir dann endlich zu den Filmkulissen.
In diese Landschaft passen sie wirklich gut hinein. Denkt man sich die anderen Besucher weg,
könnte man sich wirklich auf einem anderen Stern wähnen, oder eben in den Film versetzt.
Über eine fürchterliche Wellblechpiste ging es dann wieder aus dem Dünengebiet heraus Richtung Nefta
wo wir uns dann erstmal an kalten Getränken erfrischten.
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Auch heute waren wir wieder zu spät um noch in den warmen Quellen zu baden, aber auch das wollten wir
noch an einem anderen Ort ausgiebig nachholen.
Da ich die Dammüberquerung noch als äußerst langweilig in Erinnerung hatte, beschlossen wir die
südliche Umfahrung des riesigen Salzsees.
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Leider war die Abkürzung über Teile des Sees nach ortskundigen Aussagen noch nicht trocken genug,
sodaß wir nahe der algerischen Grenze entlang fuhren. Wenn sich uns auch hier nicht gerade dauernd
ändernte Landschaft bot, so war es doch erheblich kurzweiliger als der Damm. Den Weg kreuzende Kamele,
kleine Oasen und später auch mal wieder Dünen begleiteten uns auf dem Weg nach Douz.
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Douz, auch genannt das Tor zur Sahara, eine Oase am Rand des Grand Erg Oriental,
der größten Sandwüste der Sahara. Hier war erstmals ein ganzer Tag nur mit bummeln und faulenzen angesagt.
Donnerstag ist nämlich Marktag. Nicht nur die Touristen sondern auch die Einheimischen aus nah
und fern strömen an diesem Tag zusammen.
Zuerst drängten wir uns durch den von Männern dominierten Viehmarkt, bevor wir dann um
und auf dem eigentlichen Markplatz das restliche Angebot fasziniert begutachteten.
Auch wir entdeckten ein paar nette Kleinigkeiten, allerdings eher in den touristisch ausgerichteten Läden.
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Und dann kam der Tag unserer größten Herausforderung.
Heute hatten wir vor den halbwegs direkten Weg nach Ksar Ghilane zu versuchen.
Dazu meldeten wir uns ordentlich ab und auch einige Motorradkollegen vom Zeltplatz wurden eingeweiht,
man weiß ja nie ...
So machten wir uns nur mit genügend Wasser, Essen, den Schlafsäcken und vollen Tanks auf den Weg.
Die 40 km bis zum Cafe la porte du desert brachten wir recht zügig hinter uns.
Trotzdem war auch hier erst mal wieder eine Pause angesagt.
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Während die Kinder im Sand tobten sahen wir dem fachmänischen Reifenflicken zweier KTMler zu.
Dann ging es nicht geradeaus weiter, direkt ins Dünengebiet, sondern in südwestlicher Richtung.
Wir wollten den schwierigsten Teil des Dünengebietes umfahren und erst weiter südlich rüber in den Osten.
Ziel sollte Ksar Ghilane sein, eine kleine Oase die ihren Bekanntheitsgrad ein paar französischen Ölingeneuren
verdankt, die hier auf eine Thermalquelle stießen, sie einfaßten und damit den heutigen Pool mit 30° warmen
Wasser ermöglichten.
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Wir kamen gut voran, denn die sandigen Passagen die ungeübten Solisten schon den ersten Schweiß
auf die Stirn treiben sitzen wir einfach aus. Egal ob es mal etwas mehr schlingerte, oder sich das Vorderrad
eine andere Spur suchte, umschmeißen tat uns das nicht. Bei nicht zu hoher Drehzahl ließen wir das Drehmoment
spielen und wurden mit sattem Sound und stoischem Vorwärtstrieb belohnt.
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Das heißt nicht, dass auch wir hier mal hängen blieben. Spätestens wenn die Fahrspur zu tief wird
und der Beiwagen durch zusätzliches graben des Hinterrades den Sand glattbügelt, ist Schiebung nötig.
In der Regel bewältigten wir das aber mit dem ein oder anderen jungen Beifahrer alleine und weiter gings.
Nach dem Wechsel in östliche Richtung wirds zunehmend sandiger und wir orientierten uns nur noch lose an
der Hauptspur, die Koordinaten des GPS zeigten uns daß wir richtig lagen.
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Dann ein verlassenes Cafe und eine Anhäufung von größeren Dünen. Drüber gings nicht, also versuchten
wir es aussenrum. Nach 1 km suchen brachen wir ab, das wars wohl scheinbar, ok.
Als wir wieder zurück auf der Hauptroute waren stellten wir allerdings fest doch schon weiter gekommen zu sein,
das Cafe lag nun in unserem Rücken, super! Aber einfacher wurde es ab dort auch nicht mehr.
Immer mehr kleine Dünen stellten sich uns in den Weg, da aber zwischendrin immer genug fester Sand
zum Schwung holen blieb schafften wir noch ca. 1,5km. Allerdings mußten wir dort schon das ein oder
andere mal das Heck der Antriebsmaschine aus dem Sand hiefen um wieder weiter zu kommen.
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Die Luft hatten wir schon abgelassen, was uns jetzt noch fehlte war einfach genügend Erfahrung. Es waren immer wieder
sogar recht hohe Dünen dabei, über die wir einfach surfen konnten, an anderen blieben wir dann wieder hängen,
ziemlich sicher einfach wegen mangelndem Können, aber vielleicht war auch nur besonders tückischer Sand
daran Schuld?
Wie auch immer, lockere 40° mit kühlem Fahrtwind waren ok, beim buddeln störten sie und zerrten an den Kräften.
Wir beschlossen unseren Versuch abzubrechen und packten den Kocher aus um unser Mittagsmal vorzubereiten,
während die Kinder das taten, was wohl alle in einem Sandkasten dieser Größenordnung tun würden:
Gruben schaufeln, Sand fliegen lassen Dünen hochkrabbeln und wieder runterpurzeln ...
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Mehr als einmal fragten wir uns, wo sie wohl diese scheinbar unendlichen Energiereserven versteckt hatten.
Einzig irritierend für sie war die anschließende Suchfahrt durch die Dünen zurück. Ich hatte aus alter
europäischer Gewohnheit die track back Funktion am GPS ausgeschaltet und fand nun einfach nicht mehr
aus diesem Dünengewirr heraus. Klar war wo wir hinwollten, aber immer landeten wir in einer Sackgasse.
So kreuzten sich unsere Suchspuren immer wieder und unser Sohn meinte wir seien in einem Irrgarten gelandet,
womit er ja so unrecht garnicht hatte. Um dem ein Ende zu bereiten maschierte ich zu Fuß auf die nächst
höhere Erhebung und entdeckte ca. 30m weiter unsere gesuchte Hauptpiste. Erstaunlich war andererseits
die größere Dünenerhebung an dem Cafe an der wir vorher fast schon gescheitert waren. Ohne Hektik und
weitere Bedenken zu haben hielten wir einfach darauf zu und fuhren drüber ...
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Mit dem Sonnenuntergang trafen wir wieder am Cafe la porte du desert ein, genehmigten uns eine kühle Cola
und brachten auch die restlichen km zum Zeltplatz trotz Dunkelheit zügig hinter uns. Große Freude auf dem
Platz, vor allem von den beiden KTM- Reisebekanntschaften, denn nun konnten sie uns ja fragen,
ob wir eventuell für ein Abendessen in Ksar jeweils einen kleinen Sack mit Gepäck für sie über die
Pipelinepiste zu eben jenem Ort mitnehmen könnten. Damit hätten sie die Möglichkeit mit relativ wenig
Zuladung den direkten Weg durch die Dünen zu probieren.
Wir sagten zu, wenn auch ich am nächsten Morgen, nach der Übergabe des Sackes das Gefühl hatte das ich
besser gefahren wäre wenn ich ihn mir in Ksar Ghilane gegen Bier hätte aufwiegen lassen ...
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Dann ging es mit vollem Gepäck plus Zuladung weiter. Ein wenig Teer und dann am Cafe Tarzan eine Abkürzung
zur wellblechberüchtigten Pipeline Piste.
Wir fanden sie allerdings erheblich angenehmer zu fahren als so manch anderes Wellblechstück bisher.
Mit relativ hohem Tempo machte es sogar richtig Laune durch die kleinen Talsenken zu rauschen,
im Gegensatz dazu ging ich dann auf den Kuppen doch etwas vom Gas, wer weiß was dahinter hätte auftauchen können.
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Auch das Cafe Bir Soltaine auf halber Strecke hat einen recht hohen Bekanntheitsgrad. Im Nichts gelegen,
liebevoll aufgebaut und geschmückt hält man hier gerne zu einem kurzen Plausch, einem Getränk oder sogar
um eine Kleinigkeit zu essen. Hunderte Visitenkarten diverser Offroad, Motorrad, 4x4, Sahara und anderer
Clubs sammeln sich hier an den Wänden. Wir wollten aber endlich weiter und am Abend noch im warmen Wasser baden gehen.
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Ausnahmsweise kamen wir wirklich früh an, schlugen noch schnell das Zelt auf und tobten anschließend mit den
Kindern im Naturpool. Auch hier trafen wir wieder auf Gesichter die wir auf unseren bisherigen Stationen
schon kennengelernt hatten. Damit hatten auch die Kinder wieder zusätzliche Freunde und wir Erwachsenen
tauschten Erfahrungen aus liessen Erlebtes Revue passieren und überlegten wohin es weitergehen sollte.
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Zumindest für die Kinder gehört zu solch einem Urlaub auch ein Ritt auf einem Kamel. Wovor ich mich also
Jahrzehnte geweigert habe, mußte ich nun nachholen. Damit das ganze wenigstens etwas Sinn bekam wählten
wir den Ritt zum Fort. Vom rausgraben/heben der Gespanne aus dem Sand hatte ich noch leichten Muskelkater
und verzichtete hier auf das übliche Ritual sich am späten Nachmittag noch mal kurz auf 2, 3 oder 4 Rädern
durch den Sand bis zum Fort und zurück zu wühlen.
Wir genossen auf den Rücken der Wüstenschiffe die endlos scheinende Dünenlandschaft und Stille der Wüste.
Das nicht jeder auf jedem Kamelrücken gleich gut sitzt war zwar nicht ganz angenehm aber für die 2 Stunden
locker zu ertragen. Wir kamen zurück noch bevor die abendlichen Massen im Sonnenuntergang mit dem Ausflug
anfingen. Dafür waren wir mit unserem Führer und den Kamelen allein unterwegs,
wie wir finden wesentlich angenehmer.
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Ein letztes Baden am nächsten Morgen und weiter gings in östlicher Richtung. Raus aus dem Sand,
rein in die Berge. Toujane hieß unser Ziel und führte uns bei Ghomrassen in die Berge um uns dann
auf herrlichen wellblechfreien Naturstraßen durch die Berge gen Norden zu bringen.
Immer wieder gab es kleine Oasen oder Berberzelte am Wegesrand zu entdecken. Das Fahren war nicht mehr so
anstrengend und es kam richtig Spaß auf, als die Kinder anfingen im Beiwagen zu turnen. Sie erkennen
mittlerweile schon sehr gut wenn es mal heftiger zur Sache gehen könnte, bzw. lehnen sich in schnell
gefahrenen Kurven auch zur richtigen Seite. Toll zu sehen wieviel Spaß es auch unseren Großen macht
auf diese Weise unterwegs zu sein und dabei noch fremde Welten zu erfahren.
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Wir nächtigten in einer über dem Ort gelegenen Höhlen-Auberge. Es war urig und die drei jungen Tunesier
sichtlich bemüht es uns an nichts fehlen zu lassen. Wir fühlten uns wohl und hatten eine ruhige Nacht
mit angenehmen Temperaturen, bevor es am nächsten Morgen dem Urlaubsende entgegen ging.
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An Matmata vorbei verliessen wir wieder die Berge, füllten die Tanks in Gabes auf und machten uns auf den
langen Weg in den Norden nach Nabeul, dem ersten Übernachtungsort unserer Tunesienfahrt. Da wir noch 2 Tage
Zeit hatten nutzten wir einen davon um mit dem Bus nach Tunis zu fahren. Hier verbrachten wir den Tag in den
Souks, genossen die Farbenvielfalt die Gerüche, das quirlige Leben und und und. Aber unser Abreisetermin
rückte unerbittlich näher. Freitag war es soweit und wir packten zum letzten mal unsere Siebensachen zusammen.
Richtig erstaunt waren wir allerdings, als wir fast ohne Verzögerung aufs Schiff und in unsere Kabine konnten.
Umziehen und aufs Deck. Die Kinder erkundeten das Schiff und wir trafen einzelne Reisbekanntschaften wieder.
Das wo habt ihr wann was erlebt nimmt kein Ende und die Zeit vergeht im Flug. Auch in Genua ging diesmal
alles sehr zügig von statten und so hatten wir nachmittags schon wieder alles auf dem Anhänger verstaut
und brachen nun mit dem PKW-Gespann den letzten Weg an. Es wurde wieder tiefe Nacht bis wir ankamen,
aber zuhause zählte das nicht. Glücklich fiel jeder in sein Bett.
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Den nächsten Tag verbrachten wir bei frühsommerlichem Wetter im Garten, machten ein Feuer zum Grillen
und konnten es noch gar nicht richtig fassen was wir in den letzten beiden Wochen alles erlebt hatten.
Das war mehr als Urlaub gewesen, das war Reisen, Reisen fernab von zuhause und doch so nah.
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